Passend zum Tag der Deutschen Einheit war es Frau Jensen gelungen, für unsere 9. und 10. Klassen Herrn Siegfried Wittenburg zum Thema „Leben in der Utopie – DDR“ zu gewinnen.

Der heute 63-jährige wuchs in Rostock auf und dokumentierte den Alltag in der DDR mit Hilfe seiner Kamera. Diese Bilder nutzte er auch, um seinen Vortrag inhaltlich zu gliedern – ein kurzer Abriss über die Entstehung und Entwicklung der DDR, sowie deren Eingebundenheit in die damaligen Ostblockstaaten unter der Führung der UdSSR führten ihn dann zu den zentralen Begriffen „Freiheit – Demokratie – Menschenwürde“.

Dabei versuchte er den Schülern, die zu der ersten Generation gehören, die in einem ungeteilten Deutschland in Frieden aufgewachsen sind, zu zeigen, dass es nicht immer selbstverständlich war, seine Meinung offen zu vertreten ohne von Verfolgung bedroht zu sein.

Gleichzeitig wies er aber auch darauf hin, dass die Menschen in der DDR nicht in ständiger Unzufriedenheit oder Angst aufwuchsen, sondern in ihrem privaten Umfeld natürlich auch ihr unbeschwertes persönliches Glück fanden.

Nach circa 100 Minuten verabschiedete sich Herr Wittenburg mit dem schon zu Beginn seines Vortrages gezeigten Bild von Adam und Eva, die ihr Leben kurzzeitig im Paradies – ihrer Utopie genießen konnten.

Die anwesenden Schülerinnen und Schüler, die die ganze Zeit ruhig den Darstellungen gefolgt waren, verabschiedeten den Referenten dann mit einem Applaus – wobei fünf 9.- und 10.-Klässler sich noch für den anwesenden NDR für ein Interview zur Verfügung stellten.

Herzlichen Dank an alle, die am Gelingen dieses Vormittages beteiligt waren.