Campuslösung – Stellungnahme der Schulkonferenz

Parallel zur Europawahl werden die Eutiner Bürgerinnen und Bürger am 26.05.2019 entscheiden, ob diese einen Schulcampus oder ein neues Gebäude für die Außenstelle der Gustav-Peters-Schule mit Dreifeldhalle am See und eine sanierte Wilhelm-Wisser-Schule mit Zweifeldhalle am Standort Berg wünschen.

Die Schulkonferenz der Wisser-Schule hat sich einstimmig für die Campuslösung ausgesprochen und gegen die Sanierung der Schule am Standort Berg während des laufenden Betriebes.

Unter einem Schulcampus ist ein gemeinsamer Schulbereich mit räumlich getrennten Schulhöfen und Schulgebäuden zu verstehen – wobei bei der Wilhelm-Wisser-Schule von einem mehrstöckigen Gebäude auszugehen ist.
Die Mitglieder der Schulkonferenz haben große Bedenken, dass während der 3-jährigen Sanierungsphase am Berg ein geregelter Schulvormittag aufrecht erhalten werden kann.

Insbesondere der zu erwartende 2-jährige Wegfall der Sporthalle und der nahezu komplette Verlust des Schulhofes für 3 Jahre ist als äußerst problematisch einzustufen.

Dahingegen sehen die Vertreter der Schulgemeinschaft in der Campuslösung die vielfältigen pädagogischen Synergieeffekte wie Schülerpatenschaften, „Groß liest für Klein“, Unterstützung der Grundschule bei Bundesjugendspielen, Spielfesten und Schulfesten uvm. .

Außerdem könnte für einen großen Teil der Schülerschaft des 4. Jahrgangs der Außenstelle der Gustav-Peters-Schule ein nahtloser Übergang an die Wilhelm-Wisser-Schule in Jahrgang 5 geschaffen werden.

Wir wünschen uns für unsere Schüler eine Schule in naturnaher, grüner Umgebung, die Raum zur spielerischen Entfaltung und Erholung bietet – dies wäre für 500 Schüler am Berg mit einem Schulhof von weniger als 1000 qm nicht möglich.

Da nahezu alle Förderschüler ihre schulische Laufbahn an der Wisser-Schule fortsetzen, wäre die räumliche Nähe zum geplanten Förderzentrum am See für Schüler und Förderschullehrkräfte höchst sinnvoll.

Die Nachfragen bei bereits bestehenden Schulen mit Campuslösung erbrachten durchweg positive Rückmeldungen. Gute Beispiele können z.B. in Hutzfeld, Pönitz oder Timmendorfer-Strand in Augenschein genommen werden.
Ein Neubau bietet zudem die Chance, unabhängig von einem schon bestehenden Alt-Baukörper moderne Unterrichtskonzepte nach dem Stand der heutigen Pädagogik umzusetzen.

Am 22. Mai 2019 können Sie sich im Brauhaus durch die Bürgerinitiative „Vernunft macht Schule“ noch konkreter informieren lassen.

Bitte bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung, dass der größte Teil der Grundschulkinder von heute die Gemeinschaftsschüler von morgen sind – im Schuljahr 2019/2020  werden es z.B. 56%  aus der Eutiner Grundschule sein.
Über Ihre Unterstützung unseres Anliegens würden wir uns freuen!

Sven Ulmer
Schulleiter

(HINWEIS: Der Text ist eine Zusammenfassung der Stellungnahme durch die Schulkonferenz der WWS Eutin)